RWA in der Industriehalle: Vorschriften, Wartung und Kosten
Welche Rauchabzugsfläche ist gefordert?
Grundlage ist in der Regel DIN 18232-2. Die erforderliche aerodynamisch wirksame Öffnungsfläche ergibt sich aus Hallenhöhe, Grundfläche, Brandlast und der angestrebten raucharmen Schichthöhe. Typisch sind Werte im Bereich von ein bis fünf Prozent der Grundfläche – die konkrete Zahl stammt immer aus dem Brandschutzkonzept, nicht aus einer Faustformel.
Die Hallen werden dabei in Rauchabschnitte unterteilt, meist mit Rauchschürzen. Jeder Abschnitt braucht eigene Abzugsöffnungen. Wie die Berechnung funktioniert und was die Kennzahlen bedeuten, steht unter RWA-Berechnung.
Zuluft: der kritische Punkt
Die Nachströmfläche muss mindestens so groß sein wie die Abzugsfläche, in der Praxis wird das 1,5-fache empfohlen. In Hallen erfolgt die Zuluft über Tore, Türen oder eigens angesteuerte Zuluftklappen. Der häufigste Mangel im Betrieb: Tore sind zugestellt, Zuluftklappen wurden nach einem Umbau stillgelegt oder ihre Ansteuerung wurde bei der Erneuerung der Torsteuerung vergessen.
Wartungsumfang und Kosten
| Anlagengröße | Wartung pro Jahr | Dauer |
|---|---|---|
| Kleine Halle, bis 5 Kuppeln | 300 – 500 € | halber Tag |
| Mittlere Halle, 6–20 Geräte | 500 – 900 € | 1 Tag |
| Große Halle, über 20 Geräte | 900 – 2.500 € | 1–2 Tage |
| Zuschlag Arbeiten in Höhe (Hubsteiger) | 300 – 800 € | je Einsatztag |
Ein oft unterschätzter Posten ist die Zugänglichkeit: Sind die Geräte nur mit Hubarbeitsbühne erreichbar, steigen die Kosten spürbar. Klären Sie im Angebot, ob das Gerät im Preis enthalten oder bauseits zu stellen ist.
Besonderheiten gegenüber Wohngebäuden
- Windwächter: schließen die Anlage bei Sturm und Regen automatisch – sie müssen mitgeprüft werden.
- Doppelnutzung als Lüftung: Viele Hallenanlagen dienen zugleich der täglichen Lüftung. Das erhöht den Verschleiß deutlich.
- Rauchschürzen: Beweglich ausgeführte Schürzen sind eigene Prüfobjekte.
- Ansteuerung durch die Brandmeldeanlage: Die Wirkkette muss nach jedem Umbau neu nachgewiesen werden.
- Produktionsbedingte Verschmutzung: Staub und Aerosole setzen Mechanik und Melder zu.
Typische Mängel in Hallen
- Zuluftöffnungen durch Lagergüter oder Regale zugestellt
- Rauchschürzen nach Umbauten durchbrochen oder entfernt
- Kuppeln verschmutzt, Mechanik durch Staub schwergängig
- Windwächter ohne Funktion, Anlage schließt bei Regen nicht
- Anlagenerweiterung ohne Anpassung der Zentrale
- Fehlende Aktualisierung der Dokumentation nach Hallenumbau
Häufige Fragen zu RWA in Industriehallen
Sie ergibt sich nach DIN 18232-2 aus Hallenhöhe, Grundfläche, Brandlast und angestrebter raucharmer Schichthöhe. Typische Werte liegen bei ein bis fünf Prozent der Grundfläche, die konkrete Vorgabe stammt immer aus dem Brandschutzkonzept.
Bei kleinen Hallen mit bis zu fünf Kuppeln 300 bis 500 Euro jährlich, bei mittleren Hallen 500 bis 900 Euro und bei großen Anlagen 900 bis 2.500 Euro. Sind Hubarbeitsbühnen nötig, kommen 300 bis 800 Euro je Einsatztag hinzu.
Mindestens so viel Nachströmfläche wie Abzugsfläche, empfohlen wird das 1,5-fache. Die Zuluft erfolgt über Tore, Türen oder angesteuerte Zuluftklappen und muss dauerhaft frei bleiben.
Ja, das ist verbreitet und zulässig, sofern die Geräte dafür ausgelegt sind. Die Doppelnutzung erhöht allerdings den Verschleiß deutlich, weshalb sorgfältige Wartung besonders wichtig ist.
Vertikale Abschottungen unter dem Dach, die eine Halle in Rauchabschnitte unterteilen und die Rauchausbreitung begrenzen. Beweglich ausgeführte Schürzen sind eigene Prüfobjekte bei der Wartung.